Fachpublikation Hernie heute Vortrag

Weiterbildung und Editorial

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Die Beiträge über biomechanische Grundlagen der gesunden und der hernierten Bauchwand sind in WebSurge online und können für die Weiterbildung zu dem Europäischen Bauchwand-Chirurgen (FEBS AWR) genutzt werden.

Hier finden sich auch Hinweise zur klinischen Anwendung des GRIP-Konzeptes.

Das Editorial zu der klinischen Anwendung des GRIP-Konzeptes ist online:

Kallinowski F, Fortelny RH, Köckerling F, Mayer F, Morales-Conde S and Sandblom G (2022) Editorial: Mesh Complications in Hernia Surgery.
Front. Surg. 9:841672. doi: 10.3389/fsurg.2022.841672

Netz-Komplikationen sind häufig nur ein biomechanisch instabiler Einbau. Biomechanische stabile Rekonstruktionen vermeiden die Komplikationen.

Allgemein Fachpublikation Literatur

Neue Publikation mit 1-Jahres-Ergebnissen von STRONGHOLD

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Die Fragen nach dem GRIP-Konzept werden immer häufiger. Die Ergebnisse sind ausgezeichnet. Da ist das steigende Interesse nicht verwunderlich. Es ist gut, dass nach den biomechanischen Grundlagen

doi: 10.1016/j.clinbiomech.2020.105253

jetzt auch die ersten klinischen Ergebnisse international

doi: 10.3389/fsurg.2021.602181 erschienen sind.

Allgemein Testreihen-Blog

Bruchpforte oder instabile Bauchwand?

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Bei der Versorgung einer Narbenhernie ist die Defektfläche von größter Bedeutung. Die Computertomographie des Abdomens ohne Kontrastmittel, aber mit Valsalva kann eine über die Bruchpforte hinausgehende Instabilität der Bauchwand darstellen. Die Größe der zu versorgenden Fläche wird dadurch vergrößert.

Die Darstellung benötigt ausgefeilte Computerunterstützung.

Links ist die Bruchpforte von Philipp Lösel, Universitätsrechenzentrum Heidelberg exakt berechnet. Rechts ist die Instabilität der Bauchwand von Samuel Voss vom Forschungscampus Stimulate der Universität Magdeburg analysiert.
Die Bruchpforte ist Teil der instabilen Bauchwand. Die Instabilität der Bauchwand reicht über die Bruchpforte hinaus.
Hernie heute

Sichere Hernienversorgungen setzen heute die Kenntnis der Stabilität der eingesetzten Materialien voraus.

Das GRIP-Konzept

Beruht auf zwei Prinzipien.

  • dem physikalischen: Stabilität braucht Haftreibung
  • dem biologischen: Heilung braucht Stabilität

Der GRIP ist ein Maß für die Haftreibung bei der Versorgung von Bauchwandhernien.

Die DIS-Klassifikation

Beschreibt den Einfluss von dynamischen intermittierenden Stoßbelastungen (DIS)
Auf die Stabilität von operativ versorgten Bauchwandhernien.
Es gibt – ähnlich wie bei Reifen – drei unterschiedliche Klassen:

  • feste Versorgungen (SPIKES)
  • intermediate Versorgungen
  • instabile Versorgungen (SLICKS)
Fachpublikation

Narbenhernien neu denken

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Die fehlende Untersuchung zyklischer Belastungen der Bauchwand hat Folgen: Handlungsempfehlungen sind vage, chronische Schmerzen und Narbenhernien sind häufig nach operativen Eingriffen (doi: 10.1007/s00761-021-01085-5). Dabei geht es auch anders: weniger als 1% nach 3 Jahren.

 Oben gezeigter klinischer Behandlungspfad wurde vor kurzem veröffentlicht (doi: 10.1007/s10029-024-03064-2). Damit ist ein neuer Ansatz auch in der Vorbeugung von Narbenhernien möglich.

Allgemein

Hernien-ChirurgInnen und das GRIP-Konzept

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PatientInnen sind begeistert von dem neuen Vorgehen – kein Wunder bei den Ergebnissen.

Aber wir müssen alle Kräfte bündeln für einen Erfolg – daher: bleiben Sie dran!

So., 30. Juni um 15:57

https://www.linkedin.com/posts/claudianacci_coaching-themen-aeurztinnen-activity-7212012070806941696-xTw3?utm_source=screenshot_social_share&utm_medium=member_ios&utm_campaign=mail

Allgemein Fachpublikation Literatur Vortrag

LivingLab ‚Smart Wearables‘ – was ist das?

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Wir laden Sie ein, an  gemeinsamen Veranstaltungen mit der Selbsthilfe-Gruppe Hernie teilzuhaben.

ACHTUNG – Unten im Text gibt es Vor-Ort-Termine …

Die Stadt Heidelberg veranstaltet eine begehbare Ausstellung zu tragbaren Gesundheitsanwendungen (Weitere Informationen und das jeweils aktuelle Programm gibt es unter https://www.heidelberg.de/HD/Arbeiten+in+Heidelberg/living+lab+fuer+wearable+technologies.html ). Unsere Arbeitsgruppe als Teil der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg nutzt die Gelegenheit, auf mögliche Verbesserungen für unsere Patienten hinzuweisen.

Jedes Jahr verliert Deutschland ca. 35.000 Fachkräfte nach großen Operationen trotz Heilung der Grundkrankheit. Der Grund sind Schwächungen der Bauchwand, die eine Rückkehr in das gewohnte Leben verhindern. Diesen Patienten drohen Frührente und Altersarmut. Da die Hilfe bislang nicht ausreicht, hat sich eine Selbsthilfe-Gruppe Hernie gegründet.

Wir laden Sie ein, an  gemeinsamen Veranstaltungen mit der Selbsthilfe-Gruppe Hernie teilzuhaben.

Vor Ort sind am Do., 20.06., Angela Engelhardt, Dirk Dombrowski, Nathalie Niewöhner

Do., 4. oder 18.07., 22. oder 29.8. oder 5.9. mit Nathalie Niewöhner

Do., 15.08., Nathalie Niewöhner – Simone Siegfried, die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, muss noch prüfen, in wie weit sie sich beruflich frei machen kann, würde aber grundsätzlich gerne kommen.

Jeweils 14 – 17.00 gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Bauchwand-Rekonstruktion des UKHD.

Wir möchten auf innovative operative und konservative Möglichkeiten hinweisen, die bislang nicht im Gesundheitssystem eingeführt sind. Bei Einführung könnten ca. 1,5 Mrd. an Folgekosten eingespart werden. Gemeinsam können wir für die Betroffenen und für unsere Sozialkassen einen Schritt in eine bessere Zukunft gehen.

Allgemein

Ausgezeichnete 3-Jahres-Ergebisse sind online

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Der Beitrag kann unter

https://rdcu.be/dIlId

frei eingesehen werden – danke an alle für die Jahre ausgezeichneter Zusammenarbeit.

Hier die Hauptautoren

Allgemein

Science Slam war ein Erfolg

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Im Mathematicon der UHD fand eine AI-/KI-orientierte Veranstaltung statt.

Wir haben für HEDI Unterstützung gefunden.

Was ist HEDI -> [2307.01502] HEDI: First-Time Clinical Application and Results of a Biomechanical Evaluation and Visualisation Tool for Incisional Hernia Repair (arxiv.org) ?!

Hernie heute Literatur

Moderne OP-Verfahren zur Hernien-Versorgung

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Viele Zentren werben mit modernen OP-Verfahren. Doch was ist das genau? Ist es nur Werbung oder steckt mehr dahinter?

Viele geben an, einen Roboter zu benutzen. Aber ein Roboter ist nur ein Zugang zur Bauchhöhle – die OP-Verfahren sind althergebracht. Neuer Wein in alten Schläuchen.

Was ist tatsächlich modern? Ein Verfahren der letzten vier Jahre – die Nutzung des Bruchsackes als gestielte Peritoneal-Lappen beispielsweise. Oder die Berechnung des Netz-Defekt-Flächen-Verhältnisses (MDAR), erstmals publiziert 2016. In der Modifikation des GRIP-Konzeptes, erstmals 2018 veröffentlicht, stellt der MDAR tatsächlich einen Fortschritt dar. Wendet der Nutzer das GRIP-Konzept an, kommen die Patienten zurück in die Arbeitswelt, vermeiden chronische Schmerzen und Altersarmut und haben eine erstaunlich niedrige Rezidiv-Rate unter 1 % nach drei und fünf Jahren.

Allgemein Hernie heute

Biomechanisch ist besser als Erfahrung

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Häufig liest man oder frau im Netz Angaben, die nachdenklich stimmen:

Entschuldigungszettel – hätte mein Vater gesagt: In unseren Händen haben wir bislang auch bei höchst komplexen Bruchbildern unter 1 % Rezidiv und keinen chronischen Schmerz nach drei Jahren

was soll also folgendes Zitat (TOP 1 bei der Google-Suche nach hernie-heute!!!!):

„Hernien-Operationen galten lange als banale Routine- und Ausbildungsoperationen. … Häufige Rückfälle und chronische Schmerzen gaben den Ausschlag für innovative Entwicklungen. …. 10 Prozent der Patienten müssen auch heute noch … mit einem Bruch-Rezidiv rechnen oder leiden an chronischen Schmerzen. Bei der Versorgung von Narbenhernien sind noch häufigere Komplikationen dokumentiert.“

Leider scheinen die KollegInnen die neueste Literatur nicht zu kennen: P-080 THE GRIP CONCEPT CONSIDERS BIOMECHANICAL PRINCIPLES FOR A DURABLE REPAIR OF INCISIONAL HERNIA – 3 YEAR FOLLOW UP | British Journal of Surgery | Oxford Academic (oup.com)

oder auch: Frontiers | Primary and Recurrent Repair of Incisional Hernia Based on Biomechanical Considerations to Avoid Mesh-Related Complications (frontiersin.org)

Dabei gibt es weltweit Interesse – nur halt in Deutschland wenig – bei 2.000 Krankenhäusern und dem Anspruch auf Qualität … Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach (Lauterbach: Mit dem Transparenzgesetz wird es kein Krankenhaussterben geben (bundesgesundheitsministerium.de): … in einem ersten Schritt die Qualität der Krankenhäuser für bestimmte Eingriffe … Leider bislang nicht für Bauchwand-Brüche … Daher ist ein Engagement in der Hernien-Selbsthilfe anzuraten: Hernien-Selbsthilfe Deutschland e. V. – Hernien-Selbsthilfe Deutschland e. V.